Die Welt Myrailon
Myrailon ist eine fremde Welt, in der Menschen, Elfen und zahlreiche andere Völker leben. Ihre Landschaften reichen von weiten Ebenen und ausgedehnten Wäldern über gewaltige Gebirge bis zu Wüsten und geheimnisvollen Sümpfen.
Doch Myrailon ist keineswegs nur eine Welt voller Wunder und Magie. Hier gibt es Städte und Dörfer, Handel und Handwerk, politische Macht und gesellschaftliche Gegensätze, Freundschaft und Feindschaft. Die Bewohner haben ihre eigenen Traditionen, Überzeugungen und Vorstellungen von der Welt, die nicht immer miteinander vereinbar sind.
Für Vanessa und Jo, die unvermittelt aus unserer Welt nach Myrailon gelangen, ist vieles zunächst ebenso faszinierend wie unverständlich. Auf ihrer Reise lernen sie nicht nur fremde Landschaften und Kulturen kennen, sondern erfahren auch, dass diese Welt eine lange Geschichte besitzt, deren Spuren bis in ihre Gegenwart reichen.
Myrailon bildet den Schauplatz mehrerer meiner literarischen Arbeiten. Die Geschichten sind dabei eigenständig angelegt und beleuchten unterschiedliche Seiten dieser Welt.
Lugos – Eine Stadt in Myrailon

Hinter mächtigen Mauern und Türmen drängen sich Fachwerkhäuser in engen, gepflasterten Gassen. Auf den Märkten von Lugos bieten Händler ihre Waren an, Gaukler unterhalten die Menge, und zwischen den Menschen begegnet man fremdartigen Völkern. Über dem geschäftigen Treiben erhebt sich der Palast der Sieben Zauberer. Doch abseits der prächtigen Plätze liegen ärmliche Viertel, in denen das Leben weit weniger glanzvoll ist.
Die Ebene von Zirkandia

Die weite Schwemmebene des Eimél gilt als Kornkammer des Landes. Zwischen endlosen Feldern liegen kleine Dörfer und Weiler, deren Bewohner seit Generationen von der Landwirtschaft leben. Doch unter der sommerlichen Hitze verwandelt sich das fruchtbare Land in eine staubige, ausgedörrte Ebene, auf der die Bauern verzweifelt um ihre Ernte kämpfen. Olivgrüne Wälder, ockerfarbene Wege und die kleinen Tempel der Dorfgemeinschaften prägen das Bild dieser Landschaft.
Das Uglorengebirge

Dunkle Wälder bedecken die unteren Hänge des gewaltigen Gebirges, während seine grauen Gipfel bis in die Wolken reichen. Kristallklare Bäche stürzen zwischen Felsen zu Tal, Adler kreisen über tiefen Schluchten, und einsame Wege führen durch immer kargere Landschaften. Weiter oben weichen die Wälder bizarren Felsformationen und grauen Geröllfeldern. Reisende finden entlang der alten Handelsroute Zuflucht in befestigten Schutzhütten, denn über die Geschöpfe der finsteren Schluchten erzählen sich die Menschen beunruhigende Geschichten.
Die Wüste von Sankric

Eingeschlossen von kahlen Bergen erstreckt sich eine nahezu endlose Ebene aus hellem Sand und Geröll. Unter dem wolkenlosen, stahlblauen Himmel flimmert die Hitze, und die ungewöhnlich klare, trockene Luft lässt Entfernungen trügerisch erscheinen. Kaum etwas scheint in dieser lebensfeindlichen Landschaft existieren zu können. Doch gerade hier, an einem der unwirtlichsten Orte Myrailons, verbirgt sich eines ihrer größten Geheimnisse.
Die Sümpfe von Oratop

Jenseits der kahlen Berge breitet sich ein gewaltiger Regenwald über einer sumpfigen Ebene aus. Feuchte Nebelschwaden steigen zwischen den Bäumen auf, deren dichtes Blätterdach eine Welt voller fremdartiger Geräusche und leuchtender Farben verbirgt. Rote und gelbe Früchte, orangefarbene und blaue Blüten schmücken das üppige Grün. Wenn tropischer Regen auf den Wald niedergeht, erfüllt das Quaken unzähliger Frösche die Luft. Inmitten dieser scheinbar undurchdringlichen Wildnis leben Menschen mit einer ganz eigenen Kultur.